Frieden im mir

Diese Buddhastatue entdeckte ich während eines Orthobionomie-Seminars im Hof eines Seminarzentrums
in Hadersdorf am Kamp 

Wir leben in stürmischen Zeiten. Was bleibt, wenn die Welt plötzlich eine andere ist? Wie kann es gelingen gute Beziehungen zu den Menschen um mich herum aufzubauen und zu erhalten? Im Buddhismus geht es immer darum Verbindungen zu schaffen und im Dialog zu bleiben.

Die drei Grundpfeiler dafür sind
RESPEKT, VERTRAUEN und LOB.

Mich selbst zu respektieren und andere ebenso, ist keine leichte Sache. Es braucht meinen Willen zur beständigen Erneuerung, Respekt als konstante Grundströmung in mir wachsen zu lassen. Dahinter stehen  Fragen an mich selbst gerichtet: Achte ich auf mich selbst und auf meine Kapazitäten und Grenzen oder bin ich nur im außen orientiert, um anderen zu gefallen oder meine Pflichten zu erfüllen? Die richtige Balance zu finden und Respekt als eine Grundeinstellung bei mir selbst zu etablieren ist eine ständige Bemühung. Ich muss nicht dieselbe Weltanschauung mit meinem Gegenüber teilen und kann mit der Person vor mir trotz allem respektvoll umgehen.

Um Vertrauen haben zu können braucht es eine Grundlage und ein gewisses Maß an Sicherheit. Bin ich selber vertrauensvoll, wird es mein Gegenüber auch sein können. Ein achtsamer Umgang mit mir und der Umgebung lässt das Vertrauen wachsen. Glücklicherweise begeben sich viele Menschen vertrauensvoll in die Massagebehandlungen meiner Hände. Dass macht mich dankbar und lässt mein Vertrauen wachsen.

Mit Lob ist warmherzige ERMUTIGUNG gemeint. Das macht das Zusammenleben gleich viel leichter und schöner, wenn ich andere liebevoll ermutige. Wie groß ist das Mitgefühl und die Ermutigung für mich selbst? Für mein Glück brauche ich eine respektvolle, und mitfühlende Sicht auf mich selbst. Wie sehr respektiere, vertraue und lobe ich mich selbst?  Wie sehr vertraue ich dem eigenen Buddha-Potential in mir und teile es gern mit anderen? 

Gautama Siddharta oder auch Shakyamuni Buddha erlangte die Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum. Seine Erleuchtung baut auf drei Erkenntnissen auf:
Mit der ersten Erkenntnis öffnete er das Tor zur Unsterblichkeit: Er begriff die Ewigkeit des Lebens. Die zweite lautete: „Ich bin du und du bist ich.“ Das bedeutet, ich habe die Buddhanatur in mir, also musst du in dir auch die Buddhanatur haben. Die dritte Erkenntnis ist: „Ich bin das Ganze.“ Jeder von uns ist mit dem Leben als Ganzes bzw. mit dem Universum identisch.

Wir sehen oftmals nur unser individuelles Dasein und erleben uns getrennt von anderen. In der Tiefe sind wir alle jedoch über ein kosmisches Bewusstsein verbunden. Es gibt eine reine, universelle Lebensenergie, die alles belebt und durchströmt. Diese Energie, die nicht messbar oder wissenschaftlich erklärbar ist. Ich vertraue der buddhistischen Weisheitslehre und meinen Erfahrungen. Meiner täglichen buddhistischen Praxis, die mir hilft mich in der Realität zurecht zu finden. Egal was passiert es gibt die Möglichkeit zum Gebet zurückzukehren und immer wieder neue Kraft zu schöpfen, Weisheit, Mut, Mitgefühl, Hoffnung, Freude und Dankbarkeit für mich und andere. Sich täglich den Herausforderungen zu stellen, für mein Glück und das Glück der anderen.