Potential entfalten

An vier Wochenenden im März 2019 habe ich einen Kurs zur Persönlichkeits-entwicklung, mit dem Titel „break free“, besucht. Die Kursleiterin, Gabriele Pelzmann ist ein „Mind Medium“ und Expertin für bewusste und unterbewusste Potentialentwicklung. Im theoretischen Teil wurde viel über Quantenphysik und Epigenetik erklärt. Es ist wichtig zu wissen, dass unser Unterbewusstsein uns zu 95% steuert und der bewusste Teil unseres Gehirns, der präfrontale Kortex, lediglich einen Wirkungsbereich von 5% hat. Bei der praktischen Methode, des Subconcious Mind Processing,  geht es um das Neuvernetzen von Bildern bzw Filmsequenzen, die aus dem „alten“ Erinnerungspool des Unterbewusstseins auftauchen. Mit ein bisschen Übung ist es möglich Bildmaterial ablaufen zu lassen und es mit Licht – und Farbsignalen neu aufzuladen. Tatsache ist, dass ich mich bereits nach einem Monat innerlich gestärkt fühle und auch mein 16jähriger Sohn größere Gelassenheit bei mir festgestellt hat. Das Schöne an diesem inneren Prozess ist, dass ich mehr über meine unbewusst ablaufenden Programme (aus meiner Eltern- und Ahnenreihe) erfahren kann, über die abgespeicherten Bilder, Botschaften und Symbole meines Unterbewusstseins. Das licht- und liebevolle Auffüllen meines inneren Kindes hat jedenfalls gewirkt. 

Erstaunlicherweise haben die Erkenntnisse der Quantenphysik und der buddhistischen Philosophie übereinstimmende Sichtweisen. Sowohl in der Quantenphysik wie im Buddhismus gilt:

„Alle Dinge und Phänomene sind eng miteinander verbunden und ineinander enthalten. Es existisiert nichts unabhängig vom anderen, nichts ist von allem anderen völlig abgetrennt.“
( Lars jäger, Die zweite Quanten-Revolution, S 339)

( Lars jäger, Die zweite Quanten-Revolution, S 339)

Zu diesem Ergebnis sind die Quantenphysiker durch die wissenschaftliche Erforschung des Mikrokosmos (Atome, Elektronen, Quantenfelder) gekommen, und die buddhistischen Meister,  beginnend mit Buddha Gautama Siddharta vor 2000 Jahren, haben es über Meditation,  Einsichten und Weisheit im Makrokosmos entwickelt.

Im Buddhismus haben wir als Lebewesen keine feststehende oder dauerhafte eigene Existenz, sondern befinden uns in einem beständigen Zustand des Flusses und der Veränderung. Ein Lebewesen wird als vorübergehende Verbindung von 5 Komponenten betrachtet. Diese sind Form, Wahrnehmung, Vorstellung, Wille und Bewusstsein. Sie sind nicht als Aufreihung zu sehen, sondern sie sind untrennbar ineinander verwoben und wirken gleichzeitig:

1. FORM, der Körper, der physische Aspekt des Lebens
2. WAHRNEHMUNG, unsere Sinne mit denen wir Information aus der Außenwelt empfangen und wahrnehmen
3. VORSTELLUNG, die Gestaltung eines geistigen Bildes, wir haben Ideen und Eindrücke über das Wahrgenommene
4. WILLE, die Vorstellung wird zur Handlung, wir entscheiden, ob wir etwas akzeptieren oder nicht
5. BEWUSSTSEIN, Einsicht, Unterscheidungsvermögen und Weisheit, die integrierende Kraft, die alle Komponenten miteinander verbindet

Ein einfaches Beispiel: viele KlientInnen kommen in meine Praxis und wünschen sich Entspannung. Vorausgegangen ist die Wahrnehmung im Körper von Anspannung. Möglicherweise waren sie auch auf meiner Website, um sich ein Bild zu machen (= Vorstellung), wie eine Behandlung sich anfühlen könnte. Darauf folgt der Wille und die Handlung, in dem sie mit mir Kontakt aufnehmen. Das alles ist untrennbar mit dem Bewusstseindesjenigen verbunden.

Es versteht sich von selbst, dass unsere Gefühle und Gedanken ständig im Wandel sind und sich die 5 Kompenten auch immer mitbewegen.

„Wenn wir das Bewusstsein als „Einsicht“ benennen, dann meint es die Fähigkeit in uns, etwas zu bedenken, zu definieren und die Bedeutung zu erfassen. Es schließt auch unbewußte oder unterbewusste Eindrücke mit ein, und es ist auch die Gesamtheit von verstandesmäßigen und geistigen Aktivitäten, die bis zur Essenz des kosmischen Lebens reichen.“ 
(Daisaku Ikeda, Das Rätsel des Lebens, S 234-235)

Meine Schlussfolgerung aus den Kurserfahrungen ist: mit dem Fluss des Lebens zu gehen, immer wieder den Mut zu haben, Neues und Inspirierendes auszuprobieren. Meine buddhistische Praxis weiter auszuüben, meine Reisen ins Unterbewusstsein fortzusetzen und meine multiplen inneren Kinder immer wieder aufzufüllen, damit sie frei spielend und unbeschwert, in Liebe und Geborgenheit, mit anderen „spielen“ können.