Kailua News Okt-Dez 2016

Hautkontakt – Fußübungen – Dialog

Hautkontakt

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Unser Tastsinn bestimmt die Körperwahrnehmung. Jeder Quadratmillimeter unserer Körperoberfläche sammelt Eindrücke, die das Gehirn verarbeitet. Der Tastsinn verbindet Nerven, Gehirn, Psyche und Immunsystem in einem großen Netzwerk. Unsere Fingerkuppen erkennen genau, ob etwas warm, kalt, flauschig, sandig oder klebrig ist. Beim Zugreifen reguliert unser Gehirn den notwendigen Druck automatisch, in Millisekunden. Wie das genau funktioniert, kann die Hirnforschung noch nicht erklären. Doch die Wissenschafter wissen, dass die haptischen Lernprozesse bereits im Mutterleib beginnen.

“Alle Säugetiere brauchen nach der Geburt Körperreize, sonst würden sie sterben. Nahrungsmangel kann der Körper kompensieren, BERÜHRUNG NICHT”, erklärt Martin Grunwald, Psychologe am Haptiklabor des Paul-Flechsig-Instituts für Hirnforschung an der Uni Leipzig.

Bei der Massage ist es wichtig die richtige Druckstärke zu finden. Nicht zu sanft und nicht zu fest. Es obliegt meinem Einfühlungsvermögen die Intensität der Berührung auf das jeweilige Bedürfnis und die unterschiedlichen Körperteile abzustimmen. Mit meinen Händen und Fingerkuppen ertaste ich das Haut-, Muskel- und Fasziengewebe und erspüre welche Druckintensität an der jeweiligen Körperregion passend ist. Ein mäßig starker Druck hat die positivsten Auswirkungen. Eine stimmige Massage kann entspannen, Stress mindern, Schmerz lindern und ein Gefühl von innerer Ruhe, Geborgenheit und Leichtigkeit vermitteln.

“Tu deinem Leib etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.” Teresa von Avila

Wie wirkt Klassische Massage und manuelle Therapie? Hier ein Auszug aus dem Buch “Faszien Fitness” von Robert Schleip, S 192-193:
“Massage regt den Stoffwechsel in den Faszien an und schüttet Botenstoffe und Hormone aus – denn die Faszien sind Teil des spezifischen Systems für sozialen Kontakt und soziale Berührung, das Menschen haben. Massage mit langsamer, schmelzender Druckausübung fördert außerdem den Flüssigkeitsaustausch in den Faszien…Damit werden auch Stress- und Entzündungstoffe sowie Stoffwechelsreste aus dem Gewebe entfernt, das sich wieder mit frischer Flüssigkeit und Nährstoffen füllt. Und Massage führt außerdem, wie Faszienforscher nachgewiesen haben, zur Ausschüttung entzündungshemmender Botenstoffe in Haut und Faszien und sie kann sogar Verklebungen und Verfilzungen in den Faszien lösen……Die biochemischen und neuroreflektorischen Auswirkungen von Massage sind in der Physiologie schon lange bekannt. Das es aber genau die Faszien sind, die hierbei wichtig sind, und nicht die Muskeln oder nur deren Blut- und Nervenversorgung, ist eine neue Erkenntnis.”

Faszien – Fußübungen

Die Venenpumpe:

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  • Mit beiden Füßen parallel auf einer Stufe/Schwelle oder auf Büchern stehen. Nur die Vorderfüße, d.h. die Fußballen liegen auf, die Fersen sind in der Luft (Bild oben)
  • Langsam und in gleichmäßigem Tempo die Fersen vom Ballenstand in eine Minusposition absenken bzw. leicht federn. (Bild unten); 10 bis 15 mal wiederholen

Fußsohle ausrollen:

Mit einem Tennisball die Plantarfaszie, die von den Fersen bis zu den Zehenballen verläuft, ausrollen. Diese Übung ist zum Beleben und Aktivieren der Fußsohle sowie zum Aufwärmen für jede Art von Bewegungstraining geeignet. Ist förderlich für die Kraftübertragung von der Achillessehne in die Plantarfaszie und umgekehrt (auch als Vorbeugung gegen den sogenannten “Fersensporn”).

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  •  Mit nackten Füßen in Schrittstellung den Tennisball unter den Vorderfuß legen, direkt hinter den Zehen ( erstes Bild)
  • Das Gewicht auf den Ball verlagern und ein Gefühl von angenehmen Druck spüren; ev. stellt sich ein Wohlweh ein. Mit kleinen Bewegungen in diese Stelle hinein “schmelzen”(zweites Bild)
  • Mit stetigem Druck den Fuß weiter nach vorne rollen – von den Zehen in Richtung Ferse ( drittes und viertes Bild)
  • Den Ball in den Fuß eintauchen lassen und mit verschiedenen Winkeln und Richtungen spielen, sodass die komplette Fußsohle belebt wird, jeweils 2 Minuten pro Fuß

Elastische Sprünge:

Die kleinen, elastischen Sprünge trainieren vor allem die Achillesehne. die sowohl reißfest als auch dehnbar sein soll.

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  • Zu Beginn leicht mit den Füßen in den Boden federn. Der Impuls der Fersen geht in den Boden.
  • Dann mit leichten und lockeren Sprüngen beginnen. Das Aufkommen am Boden sollte möglichst lautlos geschehen – auf keinen Fall mit dem Fuß platt auf dem Boden plumsen oder mit der Ferse laut aufknallen.
  • Denke beim Springen an das Gefühl von Mühelosigkeit, wie bei einem Gummiball. Nach 3 – 5 Wiederholungen eine Pause einlegen, wieder mit den Fersen in den Boden wippen oder ein paar Schritte gehen.
  • Variation: bei den Sprüngen seitlich hin und her springen und ihre Zehenspitzen nach innen und nach außen drehen. Mit der Zeit wird es gelingen, das Gewicht mit Zehen und Vorderfuß bewusster und kontrollierter abfangen zu können.

Alle Fuß- und Sprungphotos wurden von meiner überaus geduldigen Freundin Sandra Bohle auf der Insel Hvar/Kroatien gemacht. Ebenso das ” Welcome Oaza” Photo unterhalb. Danke, Sandra und Rosa!

Dialog

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Papst Franziskus meint:
“Wenn es ein Wort gibt, dass wir bis zur Erschöpfung wiederholen müssen, dann ist es DIALOG.”
Es impliziert einen echten Lernprozess und es erlaubt uns den Anderen als ein geschätztes Indiviuduum zu betrachten, dem man gerne zuhört.
Es geht nicht um persönliche Sympathie. Es geht um ein Verständnis für Verantwortung, Mitverantwortung, Demokratie und unsere Zukunft..
Es braucht ein Miteinander, Entschlossenheit und Hoffnung.”

 Wünsche Euch einen wunderschönen, farbenprächtigen Herbst!
ALOHA mit Kailua

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