Kailua News Juli – Sept 2017

Sommer-Freuden – Sommerpause – Tipps für den Rücken – Foto-Projekt: “Moving forward”

Sommerfreuden

Reberg Mohnbl 2 Reberg SternkugelSommer – Sonne – Blütenpracht aus meinem eigenen Garten. Im Herbst haben wir kleine Zwiebelchen und Pflänzlein in die Erde eingesetzt und jetzt gibt´s Mohnblumen, Kornblumen und Sternkugel-Lauch, Buschmalven und Sonnenhut zu bewundern. Als absolut unerfahrene Gärtnerin darf ich ein bisschen stolz auf meine Blumenwiese sein.

Neben all den jahreszeitlichen Schönheiten und Annehmlichkeiten, die der Sommer so mit sich bringt, lässt er die Lebenslust hervorsprudeln. So eine unbändige, blitzblaue Heiterkeit ist hochansteckend für die Umgebung. Es ist mir in diesem Frühsommer besonders aufgefallen, dass sich der Rückkoppelungseffekt meiner spontanen Fröhlichkeit ganz besonders erhellend auf die Stimmung meiner KundInnen auswirkt. Que alegría – welche Freude!

Eine kleine, besonders feine Freude, habe ich heuer noch schätzen gelernt – das Feierabend-Bier. Wo treffe ich meinen Mann nach der Arbeit? Im Gastgarten, in unserer Straße. Es ist für mich großer Luxus in zweifacher Hinsicht. Erstens brauchen wir nichts fix vereinbaren, der/die zuerst da ist, setzt sich schon mal hin und bekommt das erste Tegernseer. Und zweitens ist es nach vielen Jahren der Kinderbetreuung soooo unbeschreiblich wohltuend ein bisschen nach der Arbeit abzuhängen und sich gemeinsam an einem lauschigen Abend zu erfreuen. Besonders stimmungsaufhellend wirkt sich mein kleiner Damenspitz aus, der bereits nach einem halben Bier einsetzt und zur Folge hat, dass sich alles in mir und um mich herum in eine rosa Wolkenlandschaft verwandelt und ich alles lustig finde. Keine Sorge, spätestens beim Abendessen bin ich wieder nüchtern!

Sommerpause

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Sommerpause mache ich von 10. – 23. Juli am Meer in Griechenland. Bitte um baldige Terminvereinbarung für eure Wunschtermine in den 3 Wochen zwischen Montag, 24. Juli und 11. August.

Reberg Haus

IMG_0527 Eine weitere Woche Sommerfrische gönne ich mir von 14.- 20. August im Mühlviertel. Dort kann ich ganz nach Lust und Laune im Wald, am Badesee oder auf unserer Steinwiese in meinem eigenen Rhythmus sein und schwingen, um ab Montag, 21. August wieder kraftvoll meine Kailua-Behandlungen machen zu können.

Tipps für den Rücken

Eine Rückenübung in zwei Varianten, die besonders die Lendenfaszie dehnt. Es wird lediglich ein Sessel benötigt, der mit der Lehne gegen die Wand gestellt wird. Die Fotos hat meine Freundin Sandra Bohle im Sommer 2016 auf Monikas Dach in Milna auf der Insel Hvar gemacht. Danke Sandra!

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Füße hüftbreit auseinander stellen, die Arme sind ausgestreckt und die Hüftgelenke befinden sich über den Fersen (bei mir am Foto sollten meine Füße 10cm weiter nach hinten wandern). Die Knie langsam nach vorne beugen, gleichzeitig drückt das Steißbein nach hinten und oben. Die ganze Rückenlinie bis zu den Beinrückseiten wird gedehnt!

OLYMPUS DIGITAL CAMERANun den linken Sitzbeinhöcker nach hinten oben steigen lassen. Das linke Knie streckt sich und das Gewicht verlagert sich auf den rechten Fuß. Ein intensives Dehnungsgefühl wird an der ganzen linken Körperseite spürbar. Zieht es an der Rückseite der Beine hinunter? Dann ist es genau richtig!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEntspannen und die Übung auf der anderen Seite wiederholen. Das rechte Knie strecken, das Gewicht auf den linken Fuß verlagern….

Eine zusätzliche Variation der Übung: die Beine strecken und den Rücken rund machen. Mit dem gerundeten Rücken werden auch die oberflächlichen Schichten der Lendenfaszie erreicht.

Die tieferen Faszien-Schichten werden mit dem geraden Rücken bearbeitet. Achtung! Dabei ist es wichtig den Unterbauch nach innen zu ziehen, damit das Gewicht der Bauchorgane die Lendenwirbelsäule nicht nach unten zieht und kein Hohlkreuz entsteht.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAUm auch die ganze Vorderseite der Faszienlinie zu erreichen, den Rücken gerade machen, das Gewicht langsam nach vorne verlagern, indem sich die Ellenbogen beugen. MIt dem Oberkörper Richtung Sitzfläche durchtauchen und sich ganz durchstrecken. Die Spitzen der Schulterblätte nach unten Richtung Becken ziehen – viel Raum zwischen Schultern und Ohren lassen. Und den Unterbauch aktiv nach innen ziehen.

Anschließend den Rücken rund machen und in einem großen Bogen wieder in die Ausgangspositition zurückbringen. Zugegebenermaßen ist das eine anspruchsvolle Übung. Doch eine Gute für alle mit sitzenden Berufen.

Nach 3-5 Wiederholungen den ganzen Körper auschütteln und /oder elastische Sprünge zum Auflockern machen.

Fotoprojekt: “Moving Forward”

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fw115 kleinIMG_5513 kleinMeine liebe Kollegin und Freundin Maria Wipplinger zeigt ihr Fotoprojekt MOVING FORWARD in der Gruppe 94. Diese Fotoserie (21 x 21 cm, auf Karton aufkaschier) hat sie im Frühjahr 2016, noch währned ihrer letzten Chemotherapie begonnen. Es fängt in wien und Umgebung an und endet im Frühling 2017 in Italien.

Auf der Einladung hat Maria geschrieben:

„Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Gehen Schneller und langsamer
Freudig und traurig
Den Atem spüren
Dann ankommen.
Auf einer Wiese, in einem Wald, auf einem Gipfel, am Meer oder auch an einem gedeckten Tisch, bei Freunden.“

Hier der Text von Brigitta Höpler (Kunthistorikerin, Stadtschreiberin), vorgetragen am 22. Juni 2017 zur Vernissage-Eröffnung:

Der gedeckte Tisch knüpft an frühere Fotoserien an, wie „Amici italiani“ oder Tische, an denen gegessen wurde, von oben fotografiert. Vieles, was Maria an der Fotografie interessiert, findet sich auch in diesen kleinen Fotos: Landschaften, Kontraste, Schatten, graphische Strukturen. Ihre Fotoserien entstehen aus dem Augenblick heraus, aus Reisen, Begegnungen, Erlebnissen, aus dem, was ihr zufällt. So hat sie im Frühling 2016 begonnen, ihre Füße beim Gehen zu fotografieren. Begleitet von David Whytes Gedicht LEARNING TO WALK/GEHEN LERNEN.

„dann ging ich einfach geradeaus aus dem Tor durch den Wald am Fluss entlang in Richtung der Berge und dachte an die Zukunft, die ich in der Welt schaffen könnte, wenn ich auf sie zuging. … So gehen lernen im Morgenlicht, wieder wie jetzt, werden wir unseren ersten vorsichtigen Schritt in Richtung Sterblichkeit nehmen“.

Gehen lernen – auf vielerlei Arten, aus unterschiedlichen Gründen. Aus Notwendigkeit, im wahrsten Sinn des Wortes: not-wendend. Dann, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, ihn nach und nach, Schritt für Schritt wieder spüren. Gehen bringt Bewegung in eine Erstarrung, Gehbewegung bringt Gedanken- und Gemütsbewegung.

Gehen lernen – einen Fuß vor den anderen setzen. Niemand, der das nicht selbst erlebt hat, kann sich vorstellen, wie schwierig die ersten Schritte sind, nach einer Operation, nach längerer Krankheit, nach längerer Zeit im Bett. Wie viel Kraft es kostet, Mut es braucht, den ersten Schritt zu machen. Gehen können – was für ein Geschenk!

IMG_5871 klein IMG_5941 kleinDas Fotoprojekt von Maria Wipplinger ist noch bis Ende August ausgestellt und nur nach Voranmeldung zu sehen.

GRUPPE 94 (Zentrum für ganzheitliche Krebsberatung),
Wiedner Hauptstr. 60b Stiege3, Tür 5,
1040 Wien
E-Mail: info@gruppe94.at
Telefon: 0664 / 581 16 42
www.gruppe94.at

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