Kailua News April-Juni 2018

Neubeginn – Selbstmotivation – Büchertipps – Wandertipp

Neubeginn

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Frühling – Freude – Fülle

Der Frühling fängt für mich an, wenn die Magnolie im Burggarten zu blühen beginnt. Alle Bäume und Sträucher rundherum sind noch kahl und man sieht noch kein Knöspchen und nichts was nach grünen Blättern aussehen könnte. Und mittendrin steht dieser Prachtbaum mit weiß, zartrosa Blüten. Mein Herz macht beim Anblick dieser üppigen Schönheit einen Freudensprung und ich muss den Baum ein paar Mal umrunden und bewundern. In der Früh gehört dieser Platz mir ganz allein, an dem ich meine Yoga-Übungen und Arm-Oberkörper-Beinschwünge machen kann. Dieser Ort, wo die Blüten wachsen und sprießen und die grüne Wiese immer grüner wird, kann sich mein Atem freier und intensiver entfalten als zu Hause im Kämmerlein. Dieser majestätische Baum ist für mich Sinnbild für die Fülle und die Erfüllung, die uns die Natur schenken kann.

Selbstmotivation

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Im März hat mich die Grippe und eine Magen-Darmgeschichte 10 Tage lang lahmgelegt. Zu schwach für alles zu sein und sich maximal vom Bett zum Sofa und wieder retour bewegen zu können, ist hart. Aber wenn eine über mehrere ‘Tage andauernde Übelkeit plus Bauchweh auch noch mit dabei ist, dann ist Schluss mit lustig und ich bin grantig. Und zwar so schlecht drauf, dass mich meine Familie jeden Tag gefragt hat, wann ich wieder gesund werde und wann “die liebe Michaela” wieder zurück kommt! Ich selber bin auch über dieses bissige, nörgelnde Weibsbild erschrocken, das da in mir steckt.

Wenn ich so vor mich hin kränkle, ist die Vorstellung den Alltag zu meistern so weit entfernt, wie eine andere Galaxie im Weltall. Wie komme ich aus diesem körperlichen Schlappsein und dem frustigen Gedankenkarussell, das sich meist auch dazu gesellt, wieder heraus? Sobald der Kopf einigermaßen einsatzfähig ist, ist ein gutes Buch für mich das beste Mittel. Das Lesen ist dann die geistige Vorstufe, um irgendwie und irgendwann doch wieder aufstehen zu können. Sachbücher sind dann gut geeignet, weil man kapitelweise und in kleinen Dosen darin schmökern kann. Ein Buch, das ich Euch vorstellen möchte handelt vom Tastsinn und warum wir ohne Tastsinn nicht leben können.

Die taktile Wahrnehmung ist für mich als Masseurin besonders interessant. Erwähnenswert finde ich, dass es “im menschlichen Gehirn kein Spezialgebiet mit anatomisch territorialer Abgrenzung des Tastsinnessystem als Gesamtsystem gibt. An der Verarbeitung von Tastsinnesreizen sind fast alle Nervenzellen des Gehirns in irgendeiner Weise beteiligt” und “Es mag wohl möglich sein, dass einige Menschen für die kurzen Momente aktiver Denkleistungen nur zehn Prozent ihrer Hirnakitvität aktivieren, doch für die Prozesse des Tastsinnessystems reserviert die Natur vorsorglich 100 Prozent. Immer. Und selbst geringe Störungen dieses Systems gefährden den Lebensvollzug eines Menschen.” (Zitate aus dem Buch Homo Hapticus von Martin Grunwald)

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Büchertipps

Homo Hapticus
Der Autor, Martin Grundwald, gründete 1996 das Haptik-Labor an der Medizinischen Universität in Leipzig. Er erforscht den menschlichen Tastsinn und seine Wirkung auf Denken, Fühlen und Handeln. Und entwickelt auch neue Testverfahren sowie körperorientierte Therapieansätze in der Neonatalmedizin, bei Essstörungen und Demenz.

Für den Autor ist der Tastsinn eine Art biologische Ursprache, die bereits im Mutterleib beginnt. Der Fötus kann sich und seine Umgebung spüren, lange bevor er sehen, hören, schmecken und riechen kann. Kein Säugling kann ohne Körperkontakt überleben und auch das Gehirn kann sich ohne Körperkontakte nicht optimal entwickeln. Er schreibt über den Erfahrungsraum des Fötus, wie z.B. das “Wunderwerk Mund” oder “Gut gedeiht, wer Nähe spürt”; über die Welt von Säuglingen; mehrere Kapitel über Reize, Rezeptoren und Empfindungen. Sowie über Erkrankungen des Tastsinnessystems und über Haptik-Design.

Martin Grunwald stellt die Frage, wieso ein Sinnessystem so wichtig sein kann, dass unser Leben davon abhängt? Seine Antwort lautet:

“Ohne dieses Sinnessystem wüssten wir nicht einmal, dass wir exisitieren. Denn eine seiner hervorragenden Leistungen besteht darin, dass wir uns jederzeit unserer körperlichen Existenz bewusst sein können. Wir denken uns nicht selbst, sondern wir fühlen uns. Mit geschlossenen Augen, im Supermarkt, nach dem Aufwachen oder während wir spazieren gehen. In jeder Millisekunde eines Tages können wur unser körperliches Dasein mit Gewissheit empfinden…….. Jede Berührung unseres Körpers wird biologisch und psychologisch verwertet, ohne dass wir uns zwingend dessen bewusst werden. Selbst wenn wir einfach nur sitzen oder liegen, analysiert und steuert das Tastsinnessystem unseren körperlichen Status. Jederzeit. Wir können tastend Oberflächenunterschiede erkennen, die so klein sind, dass wir sie ohne Hilfsmittel nicht sehen können.

Eine kurze Umarmung kann positive Emotionen auslösen, die viele Stunden oder gar Tage andauern. Kindliches Wachstum und psychische Stabilität sind ebenso abhängig von ausreichenden Körperberührungen wie das gute Miteinander von Liebes- und Lebenspartnern. Jeder Lebensbereich eines jeden Menschen wird täglich durch das stille Wirken des Tastsinnessystems geprägt. Es ist das biologisch größte und einflussreichste Sinnessystem, eine Meisterleistung der Natur – und zugleich eine Selbstverständlichkeit, die wir kaum würdigen.”

9 wege in ein krebsfreies Leben

9 Wege

wahre Geschichten von geheilten Menschen
Dr Kelly A. Turner, Verlag Irisiana 2015

Die Autorin ist Forscherin, Dozentin und Beraterin auf dem Gebiet der Integrativen Krebsforschung. Auf einer 10monatigen Weltreise sprach sie mit 50 Heilpraktikern und interviewte zahlreiche Patienten über ihre persönlichen Heilungsgeschichten. Die unerwartete Rückbildung eines Karzinoms nennt man Radikalremissionen und ist ein wenig beachtetes und erforschtes Phänomen in der Schulmedizin. Besonders beeindruckend ist für mich, dass nur zwei von den neun Wegen physischer Natur sind. Alle anderen sieben Wege bewegen sich auf mentaler, emotionaler oder spiritueller Ebene. Jeden dieser 9 Wege beschreibt sie an Hand konkreter Patientengeschichten. Es ist ermutigend und inspirierend und auch für Menschen, die keine Krebserkrankung haben.

Die 9 Wege:

  1. Die Ernährung radikal umstellen
  2. Die Kontrolle über die Gesundheit übernehmen
  3. Der eigenen Intuition folgen
  4. Kräuter und Nahrungsergänzungsmittel nehmen
  5. Unterdrückte Emotionen loslassen
  6. Positive Emotionen verstärken
  7. Soziale Unterstützung zulassen
  8. Die spirituelle Verbindung vertiefen
  9. Starke Gründe für das Leben haben

Auf der Website https://radicalremission.com/ kann man seine eigene Geschichte kostenlos veröffentlichen oder bereits vorhandene Fälle aus der Datenbank mit der Suchfunktion aufrufen.

Wandertipp: Rund um Wien in 120h

Samstag 21. April 10.30 h
Erster Ausflug der RUNDUMADUM-Wandergruppe
mit „Furious“ Horst Leonhardsberger.

https://www.wien.gv.at/umwelt/wald/freizeit/wandern/rundumadum/

Als bewegungsfreudige, genussorientierte SpazierengeherInnen wollen wir unsere schöne Heimatstadt erkunden. Selbstverständlich nur bei Schönwetter gehen wir (etwas andere) Etappen des 120 km langen RUNDUMADUM- Wanderwegs und kehren zwischendurch bzw. am Schluss in guten Lokalen bzw. beim Heurigen ein. Egal ob Groß, ob Klein, ob schnell oder eher gemächlich… Wir wollen uns einige schöne Samstage für alle Generationen gestalten… Neo-WienerInnen herzlich willkommen!
https://www.facebook.com/events/1768465973205127/

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